Donnerstag, 31. Mai 2012

Sonntagspflicht kann nicht bei einer Messe der FSSPX erfüllt werden

Die Kommission »Ecclesia Dei« hat sich erneut mit der Frage zur Erfüllung der Sonntagspflicht beim Besuch von Messen der Piusbruderschaft (FSSPX) auseinandergesetzt. In den Jahren 1984 (s. hier) und  2003 (s. hier) gab es auf diese Frage noch eine positive Antwort.
Am 28. März 2012 hat die Kommission eine 180° Wende vollzogen und beantwortet diese Frage negativ, wie der Blog »Queen of martyr spress« dokumentiert.

Samstag, 26. Mai 2012

Das Volk und die Verantwortlichen wurden befragt

Heute wurden im Hohen Dom zu Paderborn drei Diakone von Erzbischof Hans-Josef Becker durch Handauflegung und Gebet zu Priestern geweiht.

Ich beglückwünsche die drei Neupriester zu ihrer Weihe und wünschen ihnen alles erdenklich Gute für ihre Arbeit im Weinberg des Herrn.

Das Erzbistum meldet unter anderem (Hervorhebungen von mir):
…„Jesus Christus legt seine Hand auf Sie, er nimmt Sie in Dienst, er macht Sie zu seinen Handlangern“, so der Paderborner Erzbischof zu den Weihekandidaten in der voll besetzten Bischofskirche. Wer zum Priester geweiht werde, der werde dies nicht aus sich selbst heraus. Er werde Priester, nicht aufgrund des theologischen Diploms oder absolvierter Praktika, nicht durch den Beschluss einer Gemeinde oder den Einfluss irgendwelcher Fürsprecher
Der Regens antwortete während der Liturgie:
…Zuvor hatte Regens Wischkony bestätigt, dass die Weihekandidaten würdig seien, das Sakrament zu empfangen: „Das Volk und die Verantwortlichen wurden befragt; ich bezeuge, dass sie für würdig gehalten werden“.…
Leider wird hier wieder einmal gar nicht bezeugt, daß die Weihekandidaten würdig sind, sondern lediglich, daß anderen gesagt haben, daß sie für würdig gehalten werden.
Die Wortwahl „das Volk und die Verantwortlichen“ weist nicht nur jede Verwantwortung über das Urteil vom Bezeugenden weg, sondern widerspricht direkt, dem, was der Erzbischof in der Predigt gesagt hat, daß die Priester ja gerade nicht durch ein Volksvotum erwählt werden, sondern daß es Christus ist, der die Kandidaten erwählt.

Link zur Pressemeldung auf den Seiten des Erzbistums Paderborn.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim

Der Text im Wortlaut:
Meinem verehrten Bruder Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg, den Bischöfen, Priestern, Diakonen und Ordensleuten sowie allen Teilnehmern am Katholikentag in Mannheim Liebe Brüder und Schwestern in Christus!

„Einen neuen Aufbruch wagen” – unter diesem Leitwort versammeln sich in diesen Tagen zahlreiche Gläubige zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim. In Verbundenheit grüße ich euch alle, die ihr zur feierlichen Eröffnung auf dem Marktplatz im Herzen der Stadt zusammengekommen seid.
Mein besonderer Gruß gilt dem Erzbischof von Freiburg und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Robert Zollitsch, den anwesenden Kardinälen und Bischöfen sowie dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das gemeinsam mit dem Erzbistum Freiburg Gastgeber dieses Katholikentages ist. Ebenso grüße ich die Vertreter der Ökumene, des öffentlichen Lebens und alle, die über die Medien mit euch verbunden sind.
Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich gerne und mit großer Dankbarkeit an meinen Pastoralbesuch im vergangenen Jahr in unserem Heimatland und an die vielen bereichernden Begegnungen mit Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung bei diesem großen Fest des Glaubens.
„Einen neuen Aufbruch wagen“ steht über eurer Zusammenkunft in Mannheim. Was will uns dieses Wort eigentlich sagen? Aufbrechen heißt sich in Bewegung setzen, sich auf den Weg machen. Vielfach ist damit aber auch eine Entscheidung zur Veränderung und Erneuerung mitgemeint. Aufbrechen kann nur, wer bereit ist, Altes zurückzulassen und sich auf Neues einzulassen.
Was aber bedeutet dies dann für die Gemeinschaft der Kirche, die nach dem Apostel Paulus der geheimnisvolle Leib Christi ist? Christus ist das Haupt, und wir sind die Glieder. Wir dürfen die Kirche nicht in ihrem Haupt manipulieren, sondern wir selbst sind gerufen, uns immer wieder neu als Glieder am Haupt, am „Urheber und Vollender“ unseres Glaubens (vgl. Hebr 12,2) auszurichten. Erneuerung trägt nur Frucht, wenn sie aus dem wirklich Neuen von Christus her geschieht, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (vgl. Joh 14,6). So betrifft Aufbruch jeden Gläubigen persönlich und zuinnerst. Durch die Taufe sind wir neu in Christus. Der Herr hat unser Menschsein von der Knechtschaft der Sünde befreit und „aufgebrochen“ für die lebensspendende Beziehung mit Gott. Dieses von Gott her geschenkte Aufbrechen muss daher immer wieder ein persönliches Aufbrechen zu Gott hin werden. Jeder hat sich um seinen persönlichen Glauben zu bemühen, ihn konkret zu leben und ihn weiterzuentwickeln. Aber in unserem Glauben sind wir nicht allein, isoliert von den anderen.
Wir glauben mit und in der Gemeinschaft der Kirche. Aufbruch jedes Getauften ist zugleich Aufbruch in und mit der Kirche! Zu allen Zeiten gab es Menschen, die diesen Aufbruch gewagt haben und in denen sich die Gegenwart Gottes besonders deutlich gezeigt hat. Das Glaubenszeugnis der Heiligen und der großen Schar von Christen, die froh und unerschrocken die Botschaft des Evangeliums ihren Mitmenschen verkündet haben, kann uns auch heute Mut machen zu einem neuen Aufbruch, uns anspornen zu einem neuen Mut des Glaubens. Die Heilige Schrift und die Geschichte der Kirche kennen eine Vielzahl von Menschen, denen das Allgemeinübliche ihrer Zeit nicht genügte, ja nicht genügen konnte. Mit unruhigem und offenem Herzen waren sie fähig, in ihrem Leben und in den Anforderungen des Alltags den „Heraus-Ruf“ Gottes zu vernehmen.
Nicht menschliche Unbeständigkeit ließen sie aufbrechen, sondern die Sehnsucht nach Wahrheit und das Hören auf Gottes Wort. Wahrer Aufbruch, so zeigen sie uns, besteht im Gehorsam und Vertrauen gegenüber Gottes Weisung und Ruf. Wer sich von Gott angeredet weiß und aus diesem Dialog mit Gott heraus sein Leben gestaltet, überwindet Enge und Ängstlichkeit und kann so „Rede und Antwort geben von der Hoffnung, die ihn erfüllt“ (vgl.1 Petr 3,15).
Ein Sohn der Stadt Mannheim, der Jesuitenpater und spätere Märtyrer Alfred Delp, schildert uns in einer Betrachtung, die er wenige Wochen vor seinem Tod geschrieben hat, jene Menschen, die unter dem Anruf Gottes aufbrechen und sich auf den Weg zu machen wagen: „Es sind dies die Menschen“, so schreibt er, „mit den unendlichen Augen. Sie haben Hunger und Durst nach dem Endgültigen; richtig Hunger und Durst. Sie sind der entsprechenden Entschlüsse fähig. Sie ordnen das Leben seinen Endgültigkeiten unter. Suchende, fahrende Menschen sind sie geworden, weil sie dem inneren Ruf und dem äußeren Zeichen – das sie ohne den innerlichen Hunger und die gespannte Wachheit nie bemerkt hätten – mehr glaubten als der sicheren und behaglichen Sesshaftigkeit“ (Im Angesicht des Todes, 97 f.).
Liebe Schwestern und Brüder! Der Katholikentag ist in einer Stadt zu Gast, in der sich eine schier unübersehbare Vielfalt von Ideen und Auffassungen, von Lebensentwürfen und Religionen findet. Das Wagnis eines neuen Aufbruchs bedeutet in einer solchen Umgebung, ihre Chancen und Gefährdungen zu erkennen und Räume echten Miteinanders zu schaffen.
Denn nur eine Menschheit, in der die „Zivilisation der Liebe“ herrscht, wird sich eines wahren und bleibenden Friedens erfreuen können. Als Kirche haben wir den Auftrag, den Anspruch und die Botschaft des Evangeliums offen und klar zu verkünden. Der Beitrag aller Getauften zur Neuevangelisierung ist unerlässlich. Auch unser Land braucht einen neuen missionarischen, apostolischen Aufbruch.
Ein besonderes Wort möchte ich den Jugendlichen und jungen Erwachsenen widmen. Vielen von euch durfte ich im vergangenen Jahr beim Weltjugendtag in Madrid und einige Wochen später bei der Vigilfeier in Freiburg begegnen. Wer wie ihr sein Leben noch vor sich hat, ist immer wieder gefordert, Entscheidungen zu treffen und auch bei Enttäuschungen wieder aufzustehen und kraftvoll Zukunft zu gestalten. Habt den Mut, euch an Jesus Christus zu orientieren! Stärkt euch gegenseitig im Glauben! Steht in eurem Freundeskreis, in Schule und Beruf für die Botschaft des Evangeliums ein! Wie Christus die Kirche liebt (vgl. Eph 5,25), wollen auch wir die Kirche lieben. Ja, identifiziert euch mit der Kirche, weil sich Christus mit der Kirche identifiziert, weil sich Christus mit uns identifiziert! Schöpft aus dem Leben und aus der Wahrheit, die uns Christus in der Kirche schenkt! Wir alle wollen diesen Schatz der Liebe Gottes den Menschen in unserem Land bringen. Auf sein Wort hin wollen wir aufbrechen (vgl. Lk 5,5) und so Gottes Aufbruch zu uns Menschen erwidern.
Der 98. Katholikentag bildet gewissermaßen einen Auftakt zum Jahr des Glaubens, das wir in Kürze anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils beginnen werden. So mögen diese Tage zu einem Glaubensfest werden und mithelfen, den Glauben der Kirche in seiner Schönheit und Frische wiederzuentdecken, ihn sich aufs Neue und immer tiefer anzueignen wie auch in eine neue Zeit hinein zu verkünden.

Mit diesem Wunsch lege ich den Verlauf des Katholikentages in Gottes Hände und erteile euch allen von Herzen den Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 14. Mai 2012

Samstag, 12. Mai 2012

Sie wollen doch nur Tanzen - oder auch nicht.

Aus dem Wahlprogramm der Piraten NRW:
Abschaffung des Tanzverbotes in NRW
Das Tanzverbot in NRW ist veraltet. Die PIRATEN NRW treten auch hier vor Ort für eine Trennung von Staat und Kirche ein. Dies bedeutet auch die Abschaffung des Tanzver­botes an den sogenannten stillen Feiertagen. Es ist nicht die Sache des Staates über die Einhaltung von religiösen Riten zu wachen. Auch helfen solche Verbote nicht, die gegen­seitige Rücksicht unter den Menschen zu fördern, sondern schaffen eher Unbehagen und Missmut.
Liebe Piraten,
die Konsequenz aus einer strikten Trennung von Kirche und Staat ist nicht die Abschaffung des Tanzverbots an stillen Feiertagen.
Die Konsequenz ist die Abschaffung aller kirchlich begründeten Feiertage. Damit fällt dann automatisch auch das Tanzverbot. Ein Tanzverbot ist an einem Arbeitstag ja auch nun wirklich nicht sinnvoll.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Linke Gewalt gegen die Kirche

Die Internetseite "linksunten.indymedia.org" bekennt sich heute zu einem Farbbeutelanschlag gegen eine Kirche der Piusbruderschaft.
In der Nacht vom 9. auf den 10.Mai haben wir das in Stuttgart-Feuerbach befindliche Gebäude der Piusbrüder-Gemeinde, mit Farbe angegriffen.

Der Mix aus Islamhassern und religiös-homophoben Spinnern ist in unserer Gegend dank vielseitigem Widerstand und eigener Unfähigkeit nicht politisch relevant, dennoch ein reaktionärer Haufen, dem weiterhin entschlossen der Kampf angesagt werden muss!
Für eine befreite Gesellschaft ohne Fremdenhass und Diskriminierung!
Eine "befreite Gesellschaft" – wovon auch immer befreit – die keine Argumente aber Farbbeutel besitzt, ist aber nun auch nicht erstrebenswert.